Havanna

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In den betriebsamen Straßen Havannas mit ihren altehrwürdigen Prachtbauten, restaurierten Gebäuden und halbverfallenen Häusern vermengen sich Geschichte und Gegenwart, Legenden von Schlachten und Revolutionshelden mit modernem Stadtleben. Alte, klapprige Straßenkreuzer fahren mit Neuwagen um die Wette und dazwischen schlängeln sich die „Cocotaxis“ hindurch. Dem ausländischen Besucher fällt sofort auf, dass es abgesehen von Revolutionsparolen keine Werbung gibt, und so kann sich sein Blick auf das Wesentliche konzentrieren.


An jeder Straßenecke hört man kubanische Rhythmen. Die freundlichen Einheimischen sind immer zu einem Schätzchen aufgelegt. Jedes Stadtviertel hat seinen eigenen Charakter: Das Vedado mit seinen Geschäften und seiner reichen Kulturszene, wo sich die Jugendherberge Habana Colina befindet, die quirlige Altstadt, Heimat der Jugendherberge Habana Lido, das elegante Viertel Miramar und nicht zuletzt die Uferpromenade Malecón. Es gibt so viel zu sehen, zu lernen, zu verstehen …

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In den Straßen der Altstadt


habana vieja2habana viejaDie Altstadt (Habana Vieja) ist der beste Ausgangspunkt, um die Stadt und ihre Bewohner kennenzulernen. Tagsüber wird sie von einem Gewusel von Touristen bestimmt, die fleißig fotografieren und ihren Fremdenführer befragen oder gelassen einen Mojito schlürfen.

Man beginnt seine Erkundungstour an der Jugendherberge Habana Lido. Der Weg führt durch gepflegte Straßen mit restaurierten Häusern, gefolgt von Gassen mit maroden Gebäuden, die ihrer Modernisierung harren. Überall gibt es etwas zu entdecken: Baudenkmäler, Kulturschätze, altmodische Straßenlaternen, kuriose Geschäfte, idyllische Innenhöfe …

Die Tour führt an Plaza de Armas, Plaza de la Catedral, Plaza Vieja und Plaza de la Iglesia San Francisco de Asís entlang, durch die Calle Obispo mit dem Pharmaziemuseum, dem Ambos Mundos Hotel und der kubanischen Nationalbank, die Calle Obrapía mit der „Casa de la Obra Pía“ und dem Afrikahausund in die Calle Mercaderes mit dem Asienhaus, weiter zur „Escuela de Talleres” (Lehrwerkstatt), zu Automobil- und Rummuseum, zum Gewürzladen Marco Polo, zum Gran Teatro de La Habana, zum historischen Hotel Inglaterra …


Ciudad Habana


Plaza de Armas

Die Plaza de Armas ist das Zentrum der Altstadt. Von Mittwoch bis Samstag gibt es hier einen antiquarischen Buchmarkt, wo man gern stöbert und Schwätzchen mit den Verkäufern hält. Von hier aus sieht man schon den klassizistischen Bau El Templete, den Gründungsort der Stadt Havanna. Es heißt, wer dreimal um das Gebäude läuft, dem werden seine Wünsche erfüllt.

Weitere Sehenswürdigkeiten an diesem Platz sind das Stadtmuseum (Palacio de los Capitanes Generales) mit der „Holzstraße“ davor (die Straße ist mit Holz ausgelegt, da dem hier einst residierenden Gouverneur die über das Pflaster fahrenden Kutschen zu viel Lärm machten), der „Palacio del Segundo Cabo” mit Café und Buchladen und das Geschäft „La Tinaja“, das frisches Quellwasser anbietet.



Plaza de la Catedral

Die Plaza de la Catedral mit ihrer Architektur aus dem 18. Jahrhundert gilt als einer der schönsten Plätze Lateinamerikas. Hier steht auch die Kathedrale San Cristóbal de La Habana. 


Hotel Ambos Mundos

Schon Ernest Hemingway hat in der „Bodeguita del Medio“ in der Calle Empedrado gern einen Mojito zu sich genommen. Zum Angebot gehören auch Speisen und Livemusik. Viele Berühmtheiten und Touristen haben sich mit Sprüchen an den Wänden des Lokals verewigt.


El Floridita

Auch in der Bar „El Floridita“ ging Hemingway ein und aus und schlürfte seinen Daiquiri. Hier kann man seinen Lieblingssessel und die lebensgroße Statue des Schriftstellers sehen. Zum Angebot gehören Mittag- und Abendessen sowie Livemusik.



Museo del Automóvil

Im Automobilmuseum der Calle Oficios findet man Schätze wie das Oldsmobile des Revolutionshelden Camilo Cienfuegos und den MG des Sängers Benny Moré.


Partagás

In der Zigarrenmanufaktur Partagás (Calle Industria 520) werden seit 1845 die berühmten Havannas hergestellt. Bei einer Führung erfährt man alles über den Herstellungsprozess.


Capitolio

Am 1929 eingeweihten Kapitol, das dem gleichnamigen Gebäude in Washington ähnelt, führen alle Straßen der Insel zusammen. Ursprünglich als Sitz der Legislative geplant, beherbergt es heute ein Kongresszentrum und ist für Publikumsverkehr geöffnet. Unter der Kuppel befinden sich der „Salón de los Pasos Perdidos“ und die 14 m hohe Statue „La República“.


Museo de la Revolución

Dieses Museum ist, wie der Name vermuten lässt, ganz der kubanischen Revolution gewidmet. Zu den Ausstellungsstücken gehören Landkarten, Schlachtpläne, persönliche Habe und blutbefleckte Kleidung der Kämpfer, Waffen und Fotos. Auf dem Museumsplatz steht die „Granma“, das Schiff, mit dem Fidel Castro 1956 in Kuba eintraf.


Fortaleza San Carlos de la Cabaña

Die Hafenfestung „Fortaleza San Carlos de la Cabaña“ im Osten der Bucht bietet einen herrlichen Blick auf die Stadt. Che Guevara machte die spanische Festung, die einst als Gefängnis diente, zu seinem Hauptquartier. Noch heute kann man hier persönliche Gegenstände des Revolutionärs besichtigen. Jeden Abend um 21:00 Uhr wird nach alter Sitte mit einem Kanonenschuss von der Festung aus symbolisch das Schließen der Stadttore verkündet.



El Vedado


Der lebhafte Stadtteil El Vedado mit seinen modernen Regierungsgebäuden, weiten Boulevards, Geschäften, Kinos, Theatern und der Uferpromenade hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten, so das Hotel Nacional, einen Prachtbau direkt am Meer mit weitläufigen Gärten und Terrassen, den Eissalon Coppelia (bekannt aus dem Film „Erdbeer und Schokoldade“) und das Hotel Habana Libre, einst Fidel Castros Hauptquartier.

Der Hauptorientierungspunkt für Gäste der Jugendherberge Habana Colina ist sicher die Universität von Havanna in der Calle L mit ihrer eindrucksvollen Treppe und der Statue der Alma Mater. Die Universität wurde schon 1791 gegründet, das jetzige Gebäude stammt allerdings aus dem frühen 20. Jahrhundert.


Auf der Plaza de la Revolución, Sitz der kubanischen Regierung, spürt man den Hauch der Geschichte. Hier finden die größten Kundgebungen statt und hier hielt seit jeher Fidel Castro seine Reden. Das Standbild Che Guevaras verkündet: „Hasta la victoria siempre“, während man den Blick ehrfürchtig am José-Martí-Denkmal emporschweifen lässt. Rund um den Platz stehen Revolutionspalast, Verteidigungs- und Kommunikationsministerium, Nationalbibliothek und Nationaltheater.


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